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Programm-Archiv

Datum Referent - Thema | Veranstaltung Protokoll
2016
12.01.2016 Michael Laaß, Universität Duisburg-Essen:
Die Libellen – ein evolutionäres Erfolgsmodell 

Die Libellen (Odonata) zählen zu den sogenannten „lebenden Fossilien“, denn ihr Grundbauplan hat sich seit einem erdgeschichtlich sehr langen Zeitraum kaum verändert. Zu den karbonzeitlichen Vorläufern der Libellen, welche als Protodonata zusammengefasst werden, zählen u.a. auch die spektakulären Riesenlibellen (Meganeuridae) mit bis zu 72cm Flügelspannweite.
Neue Fossilfunde deuten nun darauf hin, dass nicht nur der Bauplan der Libellen über hunderte von Millionen Jahren nahezu unverändert überdauert hat, sondern auch ihr Fortpflanzungs- und Eiablageverhalten.
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2015
08.12.2015 Prof. Dr. Dieter Barndt & Jens Esser:
Erinnerungen an den großen Entomologe Jean-Henri Fabre

2015 jährt sich zum hundertsten Mal der Todestag von Jean-Henri Fabre, jenem großen Entomologen, der vor allem durch seine genauen Beobachtungen des Verhaltens von Insekten bekannt wurde. Nicht zuletzt gilt er als Entdecker des Instinktverhaltens. Auch in anderen naturwissenschaftlichen Bereichen war der als Lehrer tätige J.-H. Fabre bewandert und veröffentliche zahlreiche Bücher. Inzwischen kann man Fabres letzte Wirkungsstätte in Südfrankreich wieder besuchen und ein wenig vom Geist seiner Arbeit auf sich wirken lassen. Die beiden Vortragenden haben dies ebenso getan, wie dass sie Fabres wohl wichtigstes Werk, die "Souvenirs Entomologiques" ("Erinnerungen eines Insektenforschers") gelesen haben. Voller Bewunderung für Fabre soll ein Überblick über Leben und Werk gegeben und Passagen aus der Übersetzungen des Hauptwerks Fabres vorgetragen werden.
10.11.2015 Oliver Hillert:
Übersicht über die Käfergattung Bolbelasmus aus der Mediterranen Region

Die Gattung Bolbelasmus ist eine Gruppe der Scarabeiden, die eine mykophage Lebensweise zeigen. Pilzkörper von unterirdisch wachsenden Pilzen dienen als Nahrung. Aus dem Mediterrangebiet wurden in den letzten Jahren von verschiedenen Autoren mehrere Arten neu beschrieben. Auf Grund der versteckten Lebensweise werden und wurden oft nur wenige oder Einzelstücke gefangen, was für die taxonomische Einordnung einiger Arten problematisch war. Durch neue Funde und die Durchsicht zahlreicher Sammlungen konnten einige Arten erkannt werden und fragliche Taxonomie konnte geklärt werden.
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13.10.2015 Dr. Jörg Gelbrecht:
Potenzielle Auswirkungen der Bekämpfungsaktionen gegen den Eichenprozessionsspinner auf andere Insektenarten
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08.09.2015 Dr. Matthias Schöller (Berlin):
Insekten der immergrünen Bergwälder Äthiopiens - die Kafa-Expedition.
Die immergrünen Bergnebelwälder im Südwesten Äthiopiens sind Heimat für zahlreiche zum Teil endemische Tier- und Pflanzenarten. Außerdem befindet sich hier die Ursprungsregion für Arabica-Kaffee. In 1.400 bis 1.900 m Höhe wächst der Kaffee als Unterwuchs inmitten der Bergnebelwälder. Der NABU hat sich mit Partnern jahrelang für die Einrichtung des Kafa Biosphärenreservates eingesetzt, welches dann im Jahre 2010 mit einer Größe von 760.000 ha in das Schutzgebietsnetz der UNESCO aufgenommen wurde.
Im Rahmen des Projekts „Klimaschutz und Erhalt von Primärwäldern – Managementmodell am Beispiel der Wildkaffeewälder Äthiopiens“ als Teil der Internationalen Klimaschutzinitiative fand im Dezember 2014 eine Evaluierung der Biodiversität des Gebiets statt. Dies mündete in Berichten zu 12 Pflanzen- und Tiergruppen. Hier werden Impressionen zur Expedition und die Ergbnisse zur Käferfauna vorgestellt.
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09.06.2015
18:00 Uhr
Festvortrag zum 125jährigem Bestehen der
Entomologischen Gesellschaft Orion Berlin gegr. 1890 e. V.
 
29.05.-31.05.2015 Vereinsexkursion in die Ostprignitz
12.05.2015 Jens Krause
kollektive Intelligenz und kollektive Dummheit bei Tieren und Menschen
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01.05.2015 Exkursion (gemeinsam mit der FG Entomologie) in die Wuhlheide (westlicher Teil)
Treffpunkt: 10.00 Uhr, S-Bahnhof Karlshorst, "Am Carlsgarten".
Anfahrt mit S 3, Straßenbahnlinien oder PKW (wenige Parkmöglichkeiten).
14.04.2015 Nicolai Wendlandt
Käfer an der Costa del Sol und in der Sierra Nevada

Andalusiens Natur und Städte sind immer wieder Ziel für Reisende aus aller Welt. Doch Andalusien hat auch eine reiche Insektenfauna zu bieten. Beispielhaft zeigt der Referent die Vielfalt der Käfer, deren Artenreichtum auf einer einwöchigen Exkursion durch eine fünfköpfige Gruppe von Käferkundlern des Vereins untersucht wurden. Neben Aufnahmen der besuchten Landschaften und Biotope werden Artporträts ausgewählter Käfer gezeigt. Nicht zuletzt wird Einblick gewährt in die Arbeitstechniken zum Auffinden von Käfern.
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28.04.2015 ORION - Vereinstreffen (Ablauf s.o.) mit Kurzvortrag
Michael Woelky: Die Biologie des Nierenfleck-Zipfelfalters Thecla betulae (Linnaeus, 1758)
24.03.2015 ORION - Vereinstreffen (Ablauf s.o.) mit Kurzvortrag
Jürgen Gienzkey: Einige nicht häufige Lebewesen aus meinem Garten in Körba
10.03.2015  Michael Laaß (Halle)
"Honeckers letzte Reserve" Der Bitterfelder Bernstein und seine Inklusen

Dass es am Ostseestrand Bernstein gibt, weiß jedes Kind. Weniger bekannt ist hingegen, dass in dem ehemaligen Braunkohlentagebau Goitzsche bei Bitterfeld zwischen 1975 und 1993 etwa 425 Tonnen Bernstein bergmännisch zutage gefördert wurden und ein großer Teil des "Ostseebernsteins", der damals auch in Westdeutschland in den Handel kam, gar nicht aus dem Ostseeraum stammte! Der Bernstein aus Bitterfeld, regelmäßig mit LKWs nach Ribnitz-Damgarten an die Ostseeküste befördert, wurde sodann im "VEB Ostseeschmuck" verarbeitet und zum "Ostseebernstein" umgetauft, was der DDR gute Einnahmen bescherte. Dies war möglich, weil der Bitterfelder Bernstein in seiner Qualität und den zahlreichen hervorragend enthaltenen Inklusen vom Baltischen Bernstein kaum zu unterscheiden war. Doch nicht nur Entdeckung, Abbau und Verarbeitung dieses Schmucksteins sind ein Krimi, auch Herkunft und Alter des Bitterfelder Bernsteins blieben lange Zeit umstritten. Dipl.-Geologe MICHAEL LAAß hat den Braunkohlentagebau Goitzsche noch vor seiner Flutung mehrfach besuchen können und kann in dem Abendvortrag seltene Einblicke in die "Schatzkammer Honeckers" und die in den Bitterfelder Bernstein eingeschlossene Lebewelt geben.
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24.02.2015 Jahreshauptversammlung - nur für Mitglieder -
10.02.2015 Prof. Dr. Thomas Schmitt (Müncheberg)
Ökologie und Biogeographie des Goldenen Scheckenfalters Euphydryas aurinia
Der Goldene Scheckenfalter besitzt in Europa eine weite Verbreitung. Morphologisch können verschiedene Unterarten voneinander differenziert werden. Genetische Untersuchungen konnten diese Muster in vielen Fällen bestätigen, ergeben jedoch ein noch feineres biogeographisches Muster mit glazialen Rückzugsgebieten im Mittelmeerraum jedoch auch weiter nördlich. Die Art weist hierdurch eines der komplexesten biogeographischen Muster auf, das bisher für eine einzige Art bekannt geworden ist. Auch ökologisch weist der Goldene Scheckenfalter über sein europäisches Verbreitungsgebiet eine Fülle von charakteristischen Anpassungen auf, die auf das Überleben unter spezifischen Umweltbedingungen "zugeschnitten" sind. In seinem Vortrag wird Prof. Thomas Schmitt vom Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut in Müncheberg die Biogeographie und Ökologie dieses faszinierenden Falters an Hand von genetischen Analysen und freilandökologischen Untersuchungen aufbereiten.
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13.01.2015 Dr. Hannes Petrischak (Saarbrücken)
Erlebnisse mit Wespen, Wildbienen und Schwebfliegen im Garten

Vom zeitigen Frühjahr bis zum Spätherbst bieten Wildbienen, Wespen und Schwebfliegen faszinierende Beobachtungsmöglichkeiten vor der eigenen Haustür. Wildbienen treten nicht nur in großer Zahl als Bestäuber etwa am Apfelbaum auf, sondern verblüffen - immer im Wettstreit mit Parasitoiden - vor allem durch ihre spezifischen Nestbauweisen, manchmal sogar in leeren Schneckenhäusern. Spektakuläre Arten wie die Blauschwarze Holzbiene befinden sich aktuell in Ausbreitung und nagen lange Gänge in totes Holz. Viele solitäre und soziale Wespen-Arten tragen reiche Beute ein: Lehmwespen stopfen Raupen in hohle Brombeerranken, und Hornissen verfüttern die Flugmuskulatur kleinerer Wespen an den eigenen Nachwuchs. Schwebfliegen schützen sich durch die Nachahmung der wehrhaften Hautflügler vor Feinden, ihre Larven sind jedoch selbst wichtige Räuber in Blattlauskolonien. Zum Saison-Finale kommt es alljährlich an blühendem Efeu, wo sich Mimikry, Jagdszenen und immer wieder einige seltene Besonderheiten ausgiebig beobachten lassen.
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