Vereinschronik

 

Zeitsplitter


1890-1891 Die Anfänge

Die Vorgeschichte des Vereins liegt im Dunkeln. Es gibt aus dieser Zeit keine Unterlagen mehr. Frühere Sitzungsprotokolle lassen jedoch eine wenn auch spärliche Rekonstruktion von Daten und Fakten aus der Zeit der Vereinsgründung zu. So erzählt in einer Vereinssitzung am 1.10.1952 Herr Rudolf aus seiner persönlichen Erinnerung von den Anfängen:

"Der spätere 1. Vorsitzende, Herr Kuhlmann, traf 1887 einige junge Männer beim Raupensammeln und begann daraufhin selbst zu sammeln. Mit anderen Herren, die er bei seinen Ausflügen kennenlernte, gründete er am 1.8.1890 den Verein unter dem Namen Lepidopterologen-Vereinigung Orion zu Berlin. Gründungsmitglieder waren die Herren Kuhlmann, Hanschmann, Richter und Sachert. Die kleine Gruppe stellte sich zunächst dieAufgabe, die artenreiche und individuenreiche Lepidopterenfauna der Umgebung Berlins festzustellen. Die ersten Sitzungen fanden in der Wohnung Kuhlmanns statt. Das erste Sitzungslokal war die Gaststätte "Zu den drei Komponisten". Vermutlich lag es in Köpenick, denn dort, "in der Pferdebucht unweit von Köpenick, traf man sich allwöchentlich zum Sammeln mit einer ganzen Reihe von Sammelfreunden".

1892-1900 Das erste Jahrzehnt der Vereinsgeschichte

Einige Hinweise auf die Vereinsgeschichte in diesen Jahren finden wir in den Fachzeitschriften. So wird die "Lepidopterologen-Vereinigung Orion" ab 1892 mehrfach im Mitgliederverzeichnis des Internationalen Entomologischen Vereins (IVE) unter der Adresse von Paul Kuhlmann genannt. Auch in Kranchers Entomologischem Jahrbuch wird der Orion ab 1894 regelmäßig in den Vereinsberichten erwähnt.

Diesen Berichten entnehmen wir, daß der Verein einen erfreulichen Aufschwung nahm und in den letzten Jahren eine größere Anzahl von Mitgliedern gewann. Wir zitieren:

"Der größte Erfolg, den der Verein in letzter Zeit errungen hat, ist die Erlaubnis der königlichen Regierung zu Potsdam zum Betreten der königlichen Forstreviere Grunewald, Tegel, Koepenik und Falkenhagen auch außerhalb der Wege und Gestecke zum Sammeln von Insekten".

Um solche Erlaubnisse und Genehmigungen haben sich die Vereinsmitglieder im Laufe der langen Vereinsgeschichte immer wieder bemühen müssen, mit mehr oder weniger Erfolg. Heute nennt man soetwas "Ausnahmegenehmigung".

Unter dem wechselnden Vorsitz der Gründungsmitglieder Hanschmann und Kuhlmann wird in diesen Jahren im Verein die erste Satzung formuliert:

"Zweck des Vereins ist die Pflege und Förderung der Schmetterlingskunde sowie die Vermittlung eines freundschaftlichen Verkehrs der Berliner Sammler"

ist die wichtigste Aussage, die die Vereinstätigkeit in den folgenden Jahrzehnten bestimmen wird.

Vereinslokal ist das Restaurant Bandelow in der Charlottenstraße 95, Berlin W. Dort werden in wöchentlich stattfindenen Sitzungen kleine Vorträge und Vorlesungen über entomologische und botanische Themen gehalten, neu aufgefundene Schmetterlingsarten und -formen vorgelegt, Exkursionsberichte gegeben und Zuchtergebnisse besprochen. Auch werden in diesen Sitzungen alle Vereinsgeschäfte abgewickelt. Daten über Neufunde, herausragende Ergebnisse von Zuchtversuchen und Nachweise neuer Variationen und Formen sowie alle Besonderheiten, die in der märkischen Fauna festgestellt wurden, trug man in ein Journal ein. So finden wir in den Aufzeichnungen, daß Setina kuhlweini Hb., ein Flechtenbär (Lepidoptera), von Vereinsmitgliedern 1899 erstmalig für die Mark Brandenburg nachgewiesen wurde.

Im Jahre 1899 hat der Orion 25 Mitglieder. Alle vier Wochen finden Exkursionen in die Umgebund Berlins statt, organisiert und geführt von einem Partiewart.

Der Verein baut aus seinen Mitgliedsbeiträgen und gelegentlichen Spenden eine entomologische Fachbücherei auf und abonniert für die Vereinsmitglieder mehrere Fachzeitschriften. In den Vereinsräumen stehen eine sich ständig erweiternde Schmetterlingssammlung und ein Herbarium für Bestimmungszwecke zur Verfügung, die von den Vereinsfreunden intensiv genutzt werden.

Der Verein wird Mitglied des Internationalen Entomologischen Vereins zu Guben und der Societas entomologica Zürich.

1901-1914 Die Zeit bis zum ersten Weltkrieg

Hanschmann und Kuhlmann führen den Verein nach dem bewährten Konzept bis 1905. Dann übernimmt August Guhn den Vereinsvorsitz, den er 1908/1909 vorübergehend an Willy Neuwirth abgibt. 1908 hat der Verein bereits 60 Mitglieder. Die Mitgliederzahl steigert sich bis 1914 auf 87. Aus dem Jahre 1904 stammt das älteste Vereinsfoto in den uns erhaltenen Unterlagen.

Etwa 1906 oder 1907 ändert der Verein seinen bisherigen Namen und nennt sich jetzt "Entomologischer Verein Orion zu Berlin". Wann genau die Umbenennung erfolgt ist, läßt sich auch aus den Mitgliederverzeichnissen des IEV dieser Jahre nicht mehr feststellen. Der Grund für die Namensänderung liegt wahrscheinlich in der steigenden Anzahl von Vereinsmitgliedern mit Interessen auf dem Gebiet der Käferkunde, die sich durch einen reinen Schmetterlingsverein nicht ausreichend repräsentiert sahen. Diesen Namen führt der Verein bis zu seiner Auflösung am Ende des zweiten Weltkrieges.

Neben den durch ernsthafte Entomologie geprägten wöchentlichen Sitzungen und den regelmäßigen Sammelpartien wird die Geselligkeit im Verein nicht vernachlässigt. Sylvester- und Faschingsfeiern, Stiftungsfeste und Landpartien mit Damen, um nur einige Gelegenheiten zu nennen, finden ebenso regelmäßig statt und übertreffen in der Zahl der Teilnehmer in der Regel die der Vereinssitzungen um ein Vielfaches. Daß dabei mit steigendem Bierkonsum die Unterhaltung manchmal recht deftige Formen annahm, ist durch Eisbeinzeitungen aus dieser Zeit überliefert.

1907
Feier im Vereinslokal 1907

1907
Frühjahrexkursion zum Herrensee nach Strausberg, 1907

Stiftungsfest 1907
Stiftungsfest 1907
Dampferfahrt nach Hessenwinkel am Nordufer des Müggelsees

1908
Nachtpartie nach Uetzdorf, 1908

1901 wechselt man das Vereinslokal und zieht ein paar Häuser weiter in das Restaurant Richter, ebenfalls in der Charlottenstraße. Jedoch schon 1904 sucht man sich ein Vereinslokal im Zentrum der Stadt, um allen Mitgliedern aus Berlin und der Umgebung einen möglichst zentral gelegenen Treffpunkt zu bieten. Die Sophiensäle (Haus des Handwerkervereins), Sophienstraße 14, werden neues Vereinsdomizil. Dort, in der Gegend zwischen Bahnhof Börse, Alexanderplatz und Jannowitzbrücke ist der Verein dann 40 Jahre lang bis zum Ende des zweiten Weltkrieges zu Hause.

 

Die monatlichen Vereinsexkursionen führen in die nähere und weitere Umgebung Berlins, nach Hangelsberg und Tiefensee, in den Hessenwinkel, zum Brieselang und nach Finkenkrug, in den Spreewald, nach Kloster Chorin und in die Gegend von Schönwalde, um nur einige Ziele der Partien zu nennen. Das sind Namen von Exkursionszielen, die in der heutigen Generation der Entomologen in Westberlin nur aus Erzählungen der Alten und von der Landkarte her bekannt sind. Von den Vereinspartien gibt es eine Menge Bildmaterial. Eines der Bilder, aufgenommen 1910 zeigt das Restaurant von Johann Bittner, das spätere "Schmetterlingshorst", wo vor dem ersten Weltkrieg Schmetterlinge in Glaskästen gezeigt wurden, "zur Belehrung des geschätzten Publikums".

Der Verein erweitert die Anzahl der bezogenen Fachzeitschriften und baut die Bibliothek durch den Erwerb von Neuerscheinungen entomologischer Werke weiter aus.

1910
Restaurant von Johann Bittner, das spätere "Schmetterlingshorst", um 1910

1910
Auf dem Wege zur Eichendorfer Mühle, Buckow, 1910

1914-1930 Der erste Weltkrieg, die Nachkriegszeit und die 20er Jahre

Mit zunehmender Kriegsdauer werden die jüngeren Vereinsmitglieder einer nach dem anderen eingezogen. Viele sind nicht zurückgekommen. Die Alten Herren führen, so gut es geht, das Vereinsleben fort, jetzt mit Treffpunkt im Restaurant Sporthaus, Dirksenstraße 1, dem man nun fast 20 Jahre treu bleibt, bis 1933 der Wirt sein Lokal aufgibt.

Auch während des Krieges werden weiterhin Exkursionen in die Berliner Umgebung unternommen. Wir wissen wenig aus dieser Zeit. Einige Fotos zeigen das spärliche Vereinsleben.

Unmittelbar nach Kriegsende übernimmt 1919 Ewald Huhst, ein excellenter Kenner der märkischen Schmetterlingsfauna, Spezialist für die Gattung Argynnis, den Vereinsvorsitz, den er bis 1925 ausübt. Jetzt werden auch die vor dem Kriege so beliebten Insektenbörsen wieder veranstaltet.

Trotz der Wirren der Nachkriegszeit und der folgenden wirtschaftlichen Rezession nimmt der Verein einen erneuten Aufschwung. Die Mitgliederzahl, die bei Kriegsende auf weniger als 50 zurückgegangen war, steigerte sich in den 20er Jahren auf über 100.

Mitte des Jahres 1925 erscheint erstmalig eine eigene Publikation des Vereins. Herausgegeben von dem Druckereibesitzer Gustav Schauer, der auch gleichzeitig als Schriftleiter fungiert, soll das "Orion, Nachrichten und Tauschblatt" zunächst im Handabzug, ab 1926 im Druck den Berliner Entomologen eine Plattform zum fachlichen Erfahrungsaustausch bieten. Der Inhalt des Blattes bestand aus entomologischen Kurzberichten und Notizen, Vereinsnachrichten, Inseraten der Vereinsmitglieder, Veranstaltungshinweisen und diente zur Veröffentlichung des Veranstaltungsprogramms des Vereins. Im ersten Jahrgang 1926 erscheinen 11 Ausgaben, im zweiten Jahrgang 1927 werden 12 Ausgaben herausgegeben. Der dritte Jahrgang besteht nur noch aus 5 Ausgaben, im Mai 1928 wird der Druck aufgrund von Differenzen im Vereinsvorstand eingestellt.

Ein bereits vor dem Kriege immer wieder diskutiertes Projekt wird 1926 nach den wirtschaftlich schwierigen Nachkriegsjahren erneut aufgegriffen. Man will ein Büchlein über die Arbeit des Orion und das von den Vereinsmitgliedern zusammengetragene faunistische Material über die Mark veröffentlichen. Ob das Büchlein tatsächlich erschienen ist, wissen wir nicht. In der Fachliteratur sind keine Hinweise auf die Veröffentlichung zu finden. Wahrscheinlich ist es bei dem Plan geblieben.

Unter der Führung von August Guhn, seit 1926 wieder 1. Vorsitzender, werden die Sammlungen und die Bibliothek des Vereins weiter ausgebaut. Durch eine großzügige Stiftung des Entomologen und Schriftstellers Bodo von Bodemeyer entsteht der Grundstock für eine Coleopteren-Sammlung, die als Bestimmungssammlung mitteleuropäischer Käfer die vorhandenen Sammlungen ergänzt.

Neben den vereinsinternen Tauschabenden, den gewohnten Buch- und Zeitschriftenbesprechungen und dem entomologischen Erfahrungsaustausch bemüht man sich, zu den Vereinsabenden Vorträge auf wissenschaftlicher Basis zu bieten. so werden immer wieder Gäste aus befreundeten entomologischen Vereinen als Referenten verpflichtet; Prof. Hering, der Kleinschmetterlingsexperte, hat im Orion oft vorgetragen, um nur ein Beispiel zu nennen.

1931-1945 Die 30er Jahre und der zweite Weltkrieg

Diese Zeitspanne wird eingeleitet durch einen häufigen Wechsel der Vereinslokale. Man zieht kreuz und quer durch das Stadtzentrum, 1933 zu "Janz" in die Wallnertheaterstraße, 1934 in Haverlands Festsäle, Neue Friedrichstraße /Rochstraße, 1935 zum Engelhardt-Bräu an der Jannowitzbrücke. 1936 kehrt man wieder für einige Jahre in die Sophiensäle an der Sophienstraße zurück.

Zentrale Leitfigur und auch organisatorischer Mittelpunkt des Vereins ist in den 30er Jahren August Guhn. Wenn man heute die Manuskripte seiner Vorträge nachliest, ist man immer wieder beeindruckt von der entomologischen und botanischen Vielseitigkeit dieses Mannes. Der Faunistik der Mark Brandenburg galt dabei sein besonderes Interesse. Seine humorvollen Vorträge hatten immer eine große Zahl von Zuhörern.

1934 tritt Guhn zurück und Otto Boese übernimmt den Vereinsvorsitz. Er führt den Verein bis zur Auflösung gegen Ende des zweiten Weltkrieges. Langsam dringt das Gedankengut und der Stil der "Neuen Zeit" auch in das Vereinsleben des Orion vor. Man trifft sich jetzt an den Vereinsabenden mit "Sammelkameraden", erfüllt zum Jahresende seine Vereinspflichten und erhält statt der Vereinsprogramme seine "Arbeitspläne". Das Vereinsprogramm wird gleichgeschaltet. Wenn sich der Verein trotzdem seinen Charakter als Treffpunkt der Amateurentomologen, die in dieser Gemeinschaft freundschaftlich verbunden ihren Interessen nachgehen, erhält, ist das wohl wieder den Alten Herren zu verdanken.

Sie sind es, die auch mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges wieder die Gestaltung des Vereinslebens übernehmen, wie sie es 25 Jahre früher schon einmal praktiziert haben. Zwar hat der Verein immer noch über 100 Mitglieder, doch wird einer nach dem anderen eingezogen. Um den Urlaubern Gelegenheit zur Teilnahme an den Vereinssitzungen zu geben, geht man im Laufe des Jahres 1940 dazu über, sich am Sonntag Vormittag zu treffen.

1941 werden die Sophiensäle beschlagnahmt. Man muss sich erneut auf die Suche nach einem Vereinslokal machen. Einige Zeit tagt man im "Clubhaus Rosenthaler Garten" in der Rosenthaler Straße am Bahnhof Börse. 1943 verlegt man die Vereinssitzungen in die "Schlesische Heimat" an der Waisenbrücke in der Nähe des Bahnhofs Klosterstraße.

Man versucht zwar noch immer, regelmäßige Exkursionen durchzuführen und auch zu den Vereinssitzungen zu kommen; durch die ständigen Luftangriffe und die zunehmende Zerstörung der Stadt wird jedoch das Vereinsleben erheblich beeinträchtigt. In der "Schlesischen Heimat" werden auch die letzten Tauschbörsen veranstaltet.

Aus den letzten beiden Kriegsjahren fehlen uns alle Unterlagen. Ein alter Sammler erinnert sich nach dem Kriege, daß bei einem Bombenangriff im Jahre 1944 die gesamte Bücherei und die Bestimmungssammlungen des Vereins im Berliner Stadthaus, wo sie im Keller eingelagert waren, vernichtet wurden.

1945-1960 Neugründung und erstes Nachkriegsjahrzehnt

Nach dem völligen Chaos der letzten Kriegswochen und der Not im zerstörten Berlin beginnen sich bereits im Laufe des Jahres 1945 ehemalige Orioniden um Kurt Waschke zu sammeln, der zunächst provisorisch die Geschäftsführung des früheren Vereins übernimmt. Er bemüht sich um die Zulassung des Vereins bei der Alliierten Kommandantur. 1946 stellt er zusammen mit August Guhn, Adolf Kricheldorff, Hermann Rangnow, Franz Steinicke und Rudolf Weinert einen Lizenzantrag auf Zulassung der "Entomologischen Gesellschaft Orion" in Berlin; eine mühsame Angelegenheit, denn alle Papiere mussten viersprachig eingereicht werden.

Dem Antrag wurde die Satzung des künftigen Vereins beigefügt. Sie baut auf der Vorkriegssatzung auf. Wir zitieren die wichtigsten Inhalte, festgelegt in § 2:

"Zweck und Ziel des Vereins ist die Pflege und Förderung der Insektenkunde, der Schädlingskunde und -bekämpfung und die Vermittlung eines freundschaftlichen Verkehrs der Sammler untereinander.
Dies soll erreicht werden durch wissenschaftliche Vorträge und Vorlesungen, durch die Beschaffung von Fachzeitschriften und -büchern, die Anlegung und Unterhaltung von wissenschaftlichen Vereinssammlungen und einer Vereinsbibliothek und die Veranstaltung von gemeinsamen Sammelexkursionen".

Mit dieser Satzung knüpft man an die traditionellen Vereinsziele an und begründet die Richtlinien für die künftige Vereinsarbeit. Diese Richtlinien gelten im Prinzip auch heute noch, wenn sich auch Zweck und Ziele des Vereins unter den derzeit im Vordergrund stehenden Anforderungen des Natur- und Umweltschutzes anders darstellen.

Warum man den alten Vereinsnamen nicht beibehalten hat und den "Entomologischen Verein" in eine "Entomologische Gesellschaft" umgewandelte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Wir wollen hoffen, es geschah nicht nur, um von den anderen Vereinigungen vollwertig anerkannt zu werden.

Die Vereinsarbeit beginnt wieder, wie in den 20er Jahren, mit einer eigenen Publikation. Anfang Juli 1946 gibt Waschke das "Informationsblatt Nr. 1" heraus. Es enthält eine Bestandsaufnahme der Reste der Bücherei und der Vereinssammlungen, verschiedene Vereinsnachrichten und den Appell an das verstreute Häuflein der ehemaligen Orioniden "Meldet Euch!". Im April 1947 wird eine vorläufige Mitgliederliste vorgelegt. Sie umfasst bereits wieder 42 Namen. Im gleichen Monat erscheint das "Informationsblatt Nr. 2". Im Juni 1947 gibt es dazu nochmals einen Nachtrag. Der Inhalt der Blätter besteht aus Ergänzungen der Mitgliederliste, Mitteilungen über Material- und Bücherspenden, Adressen für Kauf- und Tauschverbindungen und aus allgemeinen entomologischen Informationen. Weitere Informationsblätter sind uns nicht bekannt. Wahrscheinlich ist die Schrift wieder eingestellt worden. Waschke konnte ja nicht alles machen, und Autoren für interessante Beiträge waren schon früher schwer zu motivieren.

Die Neugründung des "Orion" wird immer komplizierter. Ein Versuch am 17.5.1947 bleibt erfolglos, da die notwendige und auch schon seit längerer Zeit beantragte Lizenz der Alliierten immer noch nicht vorliegt.

1949 war es dann soweit. In diesem Jahr wurde die Lizenz erteilt, so dass man in der Jahreshauptversammlung am 21.12.1949 zur Tat schreiten konnte. 32 Vereinsfreunde nahmen an der Gründungsveranstaltung teil und stimmten über den künftigen Namen des Vereins ab. Zur Auswahl standen "Entomologische Tischrunde West-Berlin" und Entomologische Gesellschaft Orion". Mit 23 Ja und 5 Nein-Stimmen wird der "Orion" als "Entomologische Gesellschaft Orion" nun endlich wiedergeboren.

Erster Vorsitzender wird Gustav Wethlo, sein Stellvertreter Kurt Waschke, ein Gespann, das in den nächsten Jahren den Verein konsequent aus den Nachkriegsjahren herausführen und weiterentwickeln wird.

Neues Vereinslokal ist das Restaurant Jurock am Nordufer, Ecke Torfstraße, im Wedding. Der Verein nimmt wieder eine rege Vortrags- und Exkursionstätigkeit auf. Zu den Vereinssitzungen treffen sich die Mitglieder aus beiden Teilen der Stadt und aus der Umgebung Berlins zunächst ohne Behinderungen, sieht man mal von dem Währungsproblem ab. Auch die Vereinspartien in die Umgebung Berlins erfordern nur das Vorzeigen des Ausweises, wenn man das Stadtgebiet verlassen will.

Ab 1950 wird die Vereinstätigkeit zunehmend von der politischen Entwicklung in unserem Land beeinflusst. 1951 nehmen Waschke, Steinig und Skoraszewsky noch an einer Exkursion in den Ostharz teil. Die Ergebnisse der Beobachtungen haben wir in den Vereinsakten, eine Wiederholung solcher Exkursionen hat es nicht mehr gegeben.

Der Verein hat inzwischen wieder 50 Mitglieder aus beiden Teilen der Stadt und aus der Umgebung Berlins. Das Vortragsprogramm in den Vereinssitzungen dehnt sich schrittweise auf Insektengruppen aus, die bisher neben den Themen aus dem Gebiet der Schmetterlinge und Käfer etwas vernachlässigt wurden. Unter größten Schwierigkeiten wird ein Bücherschrank beschafft, man beginnt wieder mit der Einrichtung einer Bücherei im Vereinslokal. Die Buchbestände, die bisher von den Vereinsmitgliedern zu Hause aufbewahrt wurden, sind nun leichter zugänglich. Als Neuerscheinungen werden A. Bergmann: Die Großschmetterlinge Mitteldeutschlands und Forster/Wohlfahrt: Die Schmetterlinge Mitteleuropas erworben.

Am Rande sei hier eine Notiz aus einem Vereinsprotokoll des Jahres 1952 erwähnt, die über das Schicksal des vor dem Kriege sehr angesehenen "Berliner Entomologenvereins" Auskunft gibt. Der Verein, dem so bedeutende Lokalfaunisten wie Gustav Adolf Closs, der Mitautor des "Closs /Hannemann (1917 /1919)" und Ulrich von Chappuis, Herausgeber des "Verzeichnisses der Großschmetterlinge der Prov. Brandenburg, 1942", angehörten, hat sich nach Kriegsende aufgelöst. Den Nachlass des Vereins hat der "Orion" übernommen. Im Archiv haben wir noch einige Tagebücher und Sitzungsberichte.

Bedingt durch die politischen Verhältnisse und die zunehmende Einschränkung der Exkursionsmöglichkeiten gewinnt die Lokalfaunistik für das Gebiet West Berlin steigende Bedeutung. In diesen Jahren werden die Grundlagen für unsere heutigen Aussagen über die Entwicklung der Fauna West-Berlins geschaffen.

1950 stellt Max Marquardt sein "Verzeichnis der Großschmetterlinge des Grunewalds" vor. 1951 erfolgt eine Ergänzung für die Kleinschmetterlinge. Angesehene Lokalfaunisten wie Erich Haeger und Dr. Karl Cleve stehen oft auf der Referentenliste des Vereins. Auch Prof. Korge, in den Protokollen erstmals erwähnt als "Student mit dem Fahrrad in Südfrankreich", beginnt, seine Kenntnisse als Coleopterologe in den Verein einzubringen.

Ab 1952 dürfen die West-Berliner nur noch mit Sondererlaubnis die Umgebung Berlins aufsuchen. Selbst Kurt Waschke bekommt trotz der Befürwortung durch Wissenschaftler der Humboldt-Universität keine Genehmigung mehr, in die Beobachtungsgebiete rund um die Stadt zu reisen. Ziel der Vereinsexkursionen werden gezwungenermaßen jetzt die Außenbezirke der Stadt. Grunewald, Spandauer-, Tegeler-, Düppeler Forst, Gatow, Lübars u.s.w.  rücken nun in das Interesse der Sammler, sind künftig das Interessengebiet, in dem sich die Orioniden herumtreiben.

1953
Himmelfahrtspartie nach Spandau, 1953

Damit eng verbunden steht 1954 wieder das Thema: "Sammelgenehmigung in den Berliner Forsten" auf der Tagesordnung des Vereins. Nach langwierigen Verhandlungen des Vereinsvorstandes mit der Genehmigungsbehörde werden einige Genehmigungen an namentlich genannte Vereinsmitglieder ausgegeben.

Man ist inzwischen auch wieder mal auf der Suche nach einem neuen Vereinslokal. Der "Rammlerhof" in der Rammlerstraße und das Restaurant "Zum Treffpunkt" in der Gerichtstraße im Bezirk Wedding sind Übergangsstationen zu einem für die Nordberliner fast "außerhalb" gelegenen Domizil in Schöneberg. An der Ecke Ebersstraße/Gustav-Freytag-Straße, mitten im Schöneberger Kietz, lässt sich der Verein für einige Jahre nieder.

1961-1988 Entomologie in einer Großstadt ohne Umland

Gustav Wethlo, weiterhin assistiert von Kurt Waschke führt den Verein in die 60er Jahre.

Als 1961 die Stadt endgültig getrennt und die Mauer um West-Berlin gezogen wird, versuchen die Westberliner Entomologen durch Briefkontakte die Verbindung zu den Vereinsfreunden jenseits der Grenze aufrechtzuerhalten. Doch schon bald wird die Verbindung immer lockerer, nach einigen Jahren bricht sie ganz ab.

Jetzt tritt eine Reihe von jungen Leuten an die Seite der Alten Herren. Die Brüder Woelky, Gienskey, Karbaum, um nur einige Namen zu nennen, beteiligen sich erfolgreich an der Arbeit des Vereinsvorstandes. In der Jahreshauptversammlung am 10.1.1963 tritt Wethlo aus Altersgründen zurück. Kurt Waschke übernimmt den Vereinsvorsitz, 2. Vorsitzender wird Michael Woelky.

1962
Exkursion in den Spandauer Forst, 1962

1965 muss man erneut das Vereinslokal wechseln. Das "Sportcasino" am Dominikussportplatz in Schöneberg wird neuer Treffpunkt der Orionmitglieder. In einem kleinen Nebenraum der Gaststätte besteht die Möglichkeit, die Vereinsbibliothek unterzubringen. Außerdem ist noch Platz für einen Sammlungsschrank.

Das ist ein überzeugender Anlass, erneut mit dem Aufbau einer Bestimmungssammlung der märkischen Großschmetterlinge zu beginnen. Man ernennt einen Sammlungsverwalter und schon nach kurzer Zeit sind die ersten Kästen mit gespendetem Doublettenmaterial ausgesteckt. Im Laufe der 70er Jahre wächst der Bestand auf rund 600 Tag- und Nachtfalterarten an.

Prof. Korge beginnt 1969 mit dem Aufbau einer vereinseigenen Bestimmungssammlung mitteleuropäischer Käfer. Sie erhält ihren vorläufigen Standort im biologischen Institut der Pädagogischen Hochschule in Lankwitz. Die Sammlung steht nicht nur den Vereinsmitgliedern zur Verfügung sondern kann von allen interessierten Entomologen benutzt werden. Der Spendenfreudigkeit einer großen Anzahl von Käfersammlern und den ständigen Bemühungen Korges zur Erweiterung der Sammlung ist es zu verdanken, dass die Sammlung in den nächsten 10 Jahren einen Bestand von rund 4500 Arten erreicht. Hier soll die Stiftung der Sammlung Steinhausen besonders erwähnt werden, die zu einer wesentlichen Bereicherung der Orionsammlung beigetragen hat. Sie ist damit neben der Privatsammlung von Professor Korge mit Abstand die umfangreichste Coleopterensammlung in West-Berlin.

Nach zehnjähriger Tätigkeit tritt Kurt Waschke am 10. 1. 1973 als Vereinsvorsitzender zurück. Er meinte, die jungen Leute müssten nun auch mal ran. Michael Woelky wird 1. Vorsitzender. Waschke unterstützt ihn zwar noch ein Jahr, verschwindet aber dann ganz aus dem Vereinsleben. Herbert Jacobs tritt als 2. Vorsitzender an seine Stelle.

Das Vortragsprogramm in den Vereinssitzungen wird von Jahr zu Jahr vielseitiger und anspruchsvoller. Gastvorträge von Mitgliedern der Deutschen Entomologischen Gesellschaft und von Entomologen aus der DDR beleben häufig die Vereinsabende. Reiseberichte über Fauna und Flora der Mittelmeerländer und Vorträge über Erlebnisse in fremden Erdteilen wechseln sich mit Referaten über die Systematik der Käfer und Schmetterlinge über weitere Insektengruppen und über lokalfaunistische Beobachtungen ab. Durch die Anschaffung von Stereomikroskopen gibt der Verein seinen Mitgliedern die Möglichkeit zu wissenschaftlichen Untersuchungen.

In dieser Zeit entwickelt sich auch der Brauch, einmal im Jahr, meist zu Pfingsten, eine Vereinsexkursion ins Bundesgebiet zu veranstalten. Man reist 1968 ins Fichtelgebirge, danach viele Jahre in die Fränkische Schweiz und später ins Naabtal. Oft war es schwierig, in den kleinen Orten genügend Quartiere zu bekommen. Kind und Kegel nahmen an den Reisen teil.

1980
Pfingsten 1980 Eichenbirkig, Fränkische Schweiz

1985
Wanderung durch den Düppeler Forst, 1985

1989 - heute Der Verein im Wechsel des Jahrtausend

Niemand ahnt zu Beginn des Jahres 1989, dass am 9. November das politische System der DDR zusammenbrechen und die Mauer um West-Berlin fallen wird. Von heute auf morgen ist nun wieder alles möglich, was seit 1961 gänzlich unterbunden war. ORION-Mitglieder besuchen die Entomologen, die sich im Ostteil der Stadt in der "Fachgruppe Entomologie im Kulturbund Lichtenberg der DDR" vereinigt haben. In diesem Kreise trifft man sich zweimal monatlich u.a. mit professionellen Entomologen des (gleichfalls im Ostteil liegenden) Naturkundemuseums. Manfred Gerstberger, Ehrenmitglied des ORION, hat die Verbindung zu den Ost-Entomologen schon während der politischen Teilung aufgenommen. Als Spezialist für Kleinschmetterlinge pflegt er Verbindungen zu den Ost-Berlinern und Brandenburgern ebenso wie zu bundesdeutschen und ausländischen Entomologen. Darüber hinaus ist es sein Bestreben, die Arbeit der Berlin-Brandenburger Lepidopterologen des 19. und 20. Jahrhunderts nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, ihre Forschungsergebnisse in Kontinuität mit der gegenwärtigen und zukünftigen Schmetterlingsforschung anzumahnen. Damit "der Faden nicht reißt", wertvolle Erkenntnisse nicht unwiederbringlich verloren gehen.

Es gehört zur Vollständigkeit einer Chronik, dass die Namen derer, die die Routinearbeit des 2. Vorsitzenden Jahr für Jahr leisten, in Erinnerung bleiben - bei Lutz Stiesy, der 1995 verstarb, aber auch bei dessen Vorgänger, Herbert Jacobs und bei Stiesys Nachfolger, Dr. Matthias Hartung, der die Libellensammlung betreut.

Michael Woelky, erster Vorsitzender des ORION, der den Verein durch das Jahrzehnte lange Hin-und-Her der Umzüge in andere Sitzungsräume unerschütterlich geleitet hat, erfasst auch jetzt die Gunst der Stunde und nimmt Kontakte zur Ost-Berliner Fachgruppe auf. Er hat zwei erklärte Ziele, die er schon zu  Zeiten der Teilung immer wieder äußert:

Wo aber ist der geeignete Ort?

Zunächst aber muß - wieder einmal - ein Umzug bewerkstelligt werden. Der Sitzungsraum im Buchhandelszentrum in der Lützowstraße steht uns im Sommer 1995 plötzlich nicht mehr zur Verfügung. Dankenswerter Weise nimmt der Stapp-Verlag, der im selben Hause ein Auslieferungslager hat, uns "Flüchtlinge" auf. Und als ein Jahr später auch der Stapp-Verlag hier von heute auf morgen ausziehen muß, ist wieder guter Rat teuer.

Und wieder hat Gerstberger die Lösung. Am 27.8.1996 zieht der Verein (Hals über Kopf, muß man sagen) mit Schränken, Kisten und Kästen aus der Schöneberger Lützowstraß in die Charlottenburger Schloßstraße. Hier hat der "Fördererkreis der Naturwissenschaftlichen Museen Berlins" (kurz: FNMB) seinen Platz, eine Institution aus den Zeiten der Teilung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in West-Berlin ein  Naturkundemuseum zu etablieren - das Museum im Osten war ja für Westler nur unter schikanösen Prozeduren zugänglich.

Der ORION, seit 1981 schon Mitglied des Fördererkreises, findet hier einen Tagungsraum, wo man sich jeden 2. und 4. Dienstag im Monat trifft. Es besteht Gelegenheit zum Mikroskopieren, ein Diaprojektor und ein Videogerät mit TV-Anschluß sind ebenfalls einsetzbar. Die Bibliothek kann untergebracht werden, die Schmetterlingssammlung und die Libellen - wenn auch sehr beengt. Für die Käfersammlung ist wiederum kein Platz da. Sie bleibt in der TU, wo sie als Bestimmungssammlung unter Prof. Korges Aufsicht auch Studenten zur Verfügung steht.

Prof. Horst Korge ist hier zu nennen. Ihm, der die ORION-Käfersammlung einst aufgebaut hat, ist es zu verdanken, dass Vereinsmitglieder ausgezeichnete Arbeitsbedingungen für ihre Determinationsarbeit im Biologischen Institut der TU vorfinden, und zwar absolut verläßlich mit Horst Korge an jedem 1. Dienstag des Monats. Auch die Berliner Naturschützer ehren Horst Korge. Für seine Verdienste um die Coleopterologie und seine faunistische Arbeit in Berlin-Brandenburg wird ihm von der Stiftung Naturschutz in einem feierlichen Akt 2001 der Victor-Wendland-Ehrenring verliehen.

Der neue Sitzungsort gegenüber dem Charlottenburger Schloß erweist sich als ein Segen für den Verein.

Referate von professionellen Biologen, u.a. Custodes des Naturkundemuseums, wechseln mit Reiseberichten und Präparierdemonstrationen.

Jeweils am 1. Mai nehmen ORION-Mitglieder an der von der Fachgruppe durchgeführten Tagesexkursionen in die Umgebung Berlins teil. Unabhängig davon hält der Verein an den traditionellen Pfingstexkursionen fest, die seit der Wende jetzt auch in "unser" Faunengebiet, ins benachbarte Brandenburg, aber auch in den Kyffhäuser, an die Mosel und wieder einmal in die Fränkische Schweiz gehen.

Seit 2002 beteiligt sich der Verein mit einem Informationsstand bei der "Langen Nacht der Museen" im Naturkundemuseum.

Die ständigen Kontakte des ORION-Vorstandes - einerseits mit dem Vorstand der Fachgruppe, zum anderen mit der Verwaltung des Museums - führen im September 2000 schließlich dazu, dass sich der ORION jeden 2. Dienstag im Monat mit den Entomologen der Fachgruppe im Hörsaal 201 des Museums zu einem Vortragsabend einfindet.

Der 4. Dienstag im Monat findet weiterhin in Charlottenburg in dem "Naturwissenschaftlichen Sammlungen" statt, die mittlerweile mit anderen Museen in der Dachorganisation "Stiftung Stadtmuseum" integriert sind.

Die Stellmöglichkeiten dort für Bibliothek und  Schmetterlingssammlung sind nach wie vor sehr beengt. Viel Platz dagegen bietet das Museum in der Invalidenstraße.

Doch wie soll ein kleiner Verein mit gerade mal 36 Mitgliedern, der nicht einmal das "e.V." des im Register eingetragenen Vereins vorweisen kann, die bürokratischen Schranken eines weltweit bekannten Naturkundemuseums passieren?

Hier helfen die Kontakte des FNMB zum Museum für Naturkunde.

Im Januar 2004 ist es soweit: Schmetterlings-, Libellen- und Käfersammlung ziehen aus der Schloßstraße und aus der TU in die Invalidenstraße in einen Raum neben dem Humboldt-Exploratorium. Das Humboldt-Exploratorium, ein großer Saal, unterteilt in Experimentiersaal und Seminarraum, bietet Platz für Bestimmungsarbeiten an Stereolupen, für Bild- und Filmprojektionen aller Art und für den "Runden Tisch" für die Sitzungen. Sammlungen und Bibliothek sind aus dem Nebenraum erreichbar. An den beiden Sitzungsdienstagen wird hier schon nachmittags Bestimmungsarbeit geleistet, jugendliche entomologisch interessierte Gäste werden beraten. Außerdem stehen für besondere spezielle Bestimmungsarbeit - nach vorheriger Absprache - die wissenschaftlichen Sammlungen des Museums zur Verfügung. Am 2. Dienstag im Monat findet die Sitzung weiterhin zusammen mit den Entomologen und Gästen der Fachgruppe im Hörsaal 201 statt.

So hat der ORION, 1890 als entomologische Gesellschaft gegründet, im Jahre 2004, nach wechselvoller Geschichte endlich seinen würdigen Platz in Berlin gefunden.

Am 09.02.2003 startet der Webauftritt unseres Vereins unter dem noch heute aktuellen Domainnamen.

2012 wird in der Jahreshauptversammlung einstimmig beschlossen, den Verein in eine Körperschaft des privaten Rechts (eingetragener Verein) umzuwandeln. Am 04.07.2012 erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister. Der "neue" Verein zählt inzwischen 51 Mitglieder.