dass auf einer Schnellstraße innerhalb von nur 1,3 km an einem einzigen Augustabend ca.
2000 Schmetterlinge durch den Autoverkehr getötet werden,
dass das Straßennetz in der Bundesrepublik 470.000 Kilometer umfasst und dass
bereits 5% des gesamten Bundesgebietes von Teer, Schotter und Asphalt bedeckt sind,
dass bereits 1979 in der Bundesrepublik Deutschland neben 4 Millionen Tonnen
Kunstdünger allein 32.000 Tonnen Pflanzenschutzmittel verbraucht wurden,
dass derzeit 1.000-1.500 verschiedene Präparate an Herbiziden, Insektiziden,
Pestiziden, Fungiziden und Akariziden auf dem Markt sind,
dass eine 2m hohe, blauweiß strahlende Leuchtschrift aus drei Buchstaben an einem
Hochhaus in Graz/Österreich in einem Jahr 350.000 Insekten anlockte (nachgewiesen
mit einer Saugfalle),
dass eine mit Lichtbogenscheinwerfern bestrahlte Fabrikhalle an einem einzigen Abend 100.000
Insekten, darunter besonders Noctuiden (Eulenfalter) anlockte,
dass eine Luftfiltereinrichtung für ein Hochhaus im Zentrum von Graz in einem Jahr 5.000.000
(5 Millionen!) Insekten anlockte,
dass auf einem einzigen Quadratmeter Waldboden 100-200 Spinnen leben, denen
täglich eine Vielfalt von Schmetterlingen und anderen Insekten zum Opfer fallen,
dass eine Meise in nur 90 Minuten fünfzig Raupen erbeuten kann,
dass es einer Forschergruppe um Paul EHRLICH nicht möglich war, mehr als 5-25% der
vorhandenen Weibchen einer Schmetterlingspopulation zu erbeuten und dass diese künstliche
Weibchensterblichkeit, bei der alle erreichbaren Weibchen weggefangen
wurden, keinerlei
Einfluss auf die Populationsgröße bzw deren natürliche Schwankung hatte (REMMERT),
dass es wissenschaftlich als gesichert gilt, dass die Hauptursache für regionale
Artenverluste die Zerstörung von Lebensräumen ist, daher die höchste
Schutzpriorität den Lebensstätten der Schmetterling zukommt,
dass durch die Bundesartenschutzverordnung eine erhebliche Behinderung der Forschungs-
und Beobachtungstätigkeit seitens privater Entomologen eingetreten ist und dadurch den
Insekten die einzige Lobby genommen wird,
dass es gerade die Amateur-Entomologen waren, die durch ihre intensive
Biotopforschung die Schutzwürdigkeit vieler Lebensräume belegt haben,
dass diesen Idealisten durch die Bundesartenschutzverordnung jede Motivation entzogen
wird, bis das Interesse an der Entomologie generell erlahmt und sich diese Menschen anderen
Dingen zuwenden,
dass die sich daraus ergebenden Folgen bei weitem jenen Schaden
übersteigen, der von Entomologen durch die Entnahme weniger Exemplare für Züchtungs-
und Sammlungszwecke in der Natur verursacht worden ist,
dass ein Großteil des Sammlerbedarfs durch gezüchtete Falter gedeckt wird, also
nicht der Natur entnommen wurde.